Bezirksverband der Kleingärtner
 Berlin-Steglitz e.V.
Goerzallee 106J, 12207 Berlin Telefon: (030) 833 19 02  - Telefax: (030) 833 57 30 eMail – buero@Kleingaertner-sind.net

die Verpachtung der Grundstücke war nur jährlich möglich. Mit behördlicher Aufsicht wurde festgelegt, wann und zu welcher Zeit die Gartenarbeiten zu erfolgen haben. Auch Berlin hatte von 1833 bis 1897 seine Armengärten. Da die Städte immer mehr Wohnraum und Industrieflächen brauchten, standen die “Kleingartenflächen“ im Wege; man entschied sich wieder, die armen Hilfsbedürftigen mit Grundnahrungsmitteln zu versorgen. Das Problem Kleingarten, ein kleines Stückchen Erde zu bearbeiten und sein „Eigen“ nennen zu dürfen, blieb.
Aber auch aus anderer Sicht kamen sie immer wieder ins Gespräch, “die Kleingärten‘. Da gab es einen Herrn Schreber, von Beruf Arzt und es gab einen Herrn Jahn (Daniel Schreber 1808-1861 und Friedrich, Ludwig Jahn 1778-1852), beide bestrebt beizutragen, die Gesundheit der Menschen durch körperliche Ertüchtigung in freier Natur zu ermöglichen. Dr. Schreber setzte sich für die “Volksgesundheit“ ein. Kinder sollten schon frühzeitig lernen, sich an der frischen Luft zu betätigen. Nicht Schreber war es, sondern der Leipziger Schuldirektor E. J. Hauschild, der letztlich Dr. Schrebers Ideen umsetzte. Er, Hauschild, gründete innerhalb seiner Schulbehörde einen Erziehungsverein, der den Namen Schreberverein‘ trug. Hauschild pachtete Land, um mit seinen Kindern sportliche Betätigung im Freien zu betreiben. Wie es zur Anbindung kleiner Gärten kam, weiß niemand so recht. Waren es die Kinder oder die Erwachsenen, auf jeden Fall war es ein guter Einfall wie ich meine, die Körperertüchtigung mit Gartenarbeit zu verquicken.

Eine weitere Form von Kleingärten sind die Arbeitergärten des Roten Kreuzes, die bereits 1901 in Berlin gegründet wurden. Auch der Bezirk Steglitz hat noch Kleingartenanlagen, die aus Arbeitergärten hervorgingen (wie zum Beispiel Kolonie Rütli“ und “Parkkolonie). Diese Kleingartensiedlungen hatten Pachtverträge und eine Wasserleitung, das war für damalige Verhältnisse sehr viel. Aber an oberster Stelle wachte eine so genannte Patronin. Sie hatte die Aufgabe, helfend einzugreifen, dort wo es nötig war.Die ersten Schritte in Richtung “gesicherte Kleingartenanlagen” waren getan. Trotzdem war diese Richtung bei den Arbeitern nicht allzu sehr beliebt, man fühlte sich zu sehr bespitzelt durch die ehrbaren Herrschaften, sprich Damen.

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